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Die Regierung führt in mehreren Gemeinden regionale Infektionsschutzmaßnahmen ein

Die Regierung führt in Oslo und mehreren Gemeinden in Viken und Innlandet regionale Maßnahmen ein, um die Ausbreitung der neuen Omikron-Virusvariante zu verzögern und einzuschränken.

– Unser Ziel ist es, die Kontrolle über die Pandemie zu behalten. Wir müssen die Kapazitäten des Gesundheitswesens in Gemeinden schützen, die jetzt von Infektionsausbrüchen mit der Omicron-Variante betroffen sein könnten. Wichtig ist, dass wir den Kontakt und die Mobilität in diesen Bereichen schnell einschränken. Gleichzeitig wollen wir das Leben der Menschen nicht unnötig einschränken. Aber die Regierung werde notfalls schärfere Maßnahmen ergreifen, sagt Ministerpräsident Jonas Gahr Støre.

In Oslo wurde ein größerer Infektionsausbruch mit der omikron-Variante im Zusammenhang mit einem Weihnachtstisch bestätigt. Menschen aus Oslo und Gemeinden rund um die Hauptstadt nahmen daran teil. Außerdem wurde in Øygarden und bei einigen Reisenden aus dem südlichen Afrika nach Norwegen eine Infektion mit der omikron-Variante bestätigt.

Verbreitet sich schnell
Das Norwegische Institut für öffentliche Gesundheit ist der Ansicht, dass der umfangreiche Ausbruch im Zusammenhang mit dem Ereignis sowohl zeigt, dass Omicron ein großes Ausbreitungspotenzial hat, als auch, dass die Impfstoffwirkung möglicherweise gering ist, wenn es um die Ausbreitung einer Infektion geht. Ob die Omicron-Variante zu schwerwiegenderen Erkrankungen führt, ist bislang nicht abschließend geklärt. Die Impfstoffe bieten wahrscheinlich Schutz vor schweren Erkrankungen, der Schutzgrad ist jedoch ungewiss.

– Wir brauchen mehr Wissen. Mit den regionalen Maßnahmen werden wir die Verbreitung der Omicron-Variante in Norwegen verzögern, bis mehr ältere Menschen geimpft sind und wir mehr Erkenntnisse gewonnen haben. Darüber hinaus haben wir eine zunehmende Infektionsausbreitung im Land im Allgemeinen, insbesondere in Oslo und Viken, und diese Maßnahmen werden auch die allgemeine Ausbreitung der Infektion begrenzen, sagt die Ministerin für Gesundheits- und Pflegedienste Ingvild Kjerkol.

Die regionalen Maßnahmen werden in Gemeinden eingeführt, die von anhaltenden Ausbrüchen der omikron-Variante betroffen sind und in denen auch spezialisierte Gesundheitsdienste stark belastet werden. Eingeschlossen sind Gemeinden, die zum Aufnahmebereich des Universitätsklinikums Akershus gehören. Mehrere dieser Gemeinden sind Teil derselben Wohn- und Arbeitsregion, in der eine hohe Mobilität herrscht.

Folgende regionale Maßnahmen werden mit Verordnungen in ausgewählten Gemeinden eingeführt:

  • Obligatorisch für die Verwendung von Gesichtsmasken, wenn in Geschäften, Einkaufszentren, Restaurants, öffentlichen Verkehrsmitteln, Innenstationsbereichen und Taxis der Mindestabstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann. Die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes gilt nicht für Kinder unter 12 Jahren oder für Personen, die aus medizinischen oder anderen Gründen keinen Mundschutz tragen können. Auch dort, wo viele Menschen sind und es schwierig ist, Abstand zu halten, empfiehlt sich das Tragen eines Mundschutzes, zum Beispiel wenn Sie nach einer Veranstaltung gleichzeitig mit vielen anderen Ihre Jacke abholen oder auf Ihrem Weg sind Weg aus einem Fußballstadion. Die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes gilt nicht beim Sitzen in einem festen Raum oder an einem Tisch in einem Restaurant.
  • Eine Anordnung, dass Arbeitsplätze, an denen Homeoffice möglich ist, ohne Abstriche bei wichtigen und notwendigen Dienstleistungen möglich ist, muss sicherstellen, dass die Mitarbeiter die ganze oder einen Teil der Woche von zu Hause aus arbeiten. Dies kann beispielsweise so erfolgen, dass die Mitarbeiter die Hälfte der Zeit von zu Hause aus arbeiten.
  • Anzahlbeschränkungen für private Indoor-Veranstaltungen bis 100 Personen an einem öffentlichen Ort oder in gemieteten / geliehenen Räumlichkeiten.
  • Pflicht für Restaurants und Veranstalter, Gäste anzumelden, um Gäste im Falle einer Infektionsbelastung zu benachrichtigen.
  • Anforderungen an die Bedienung von Alkohol am Tisch für Restaurants und Veranstaltungen, die über eine Lizenz zum Ausschank von Alkohol verfügen
  • Voraussetzung, dass alle Gäste Sitzplätze in Restaurants haben, die über eine Spirituosenlizenz verfügen
  • Anzahl Beschränkungen für Indoor-Veranstaltungen ohne fest zugewiesene Sitzplätze von bis zu 600 (in Kohorten von 200).

Folgende Gemeinden fallen unter die Verordnungen über regionale Maßnahmen:

  • Oslo
  • Asker
  • Bærum
  • Grue
  • Kongsvinger
  • Nord-Odal
  • Sør-Odal
  • Eidskog
  • Hurdal
  • Nannestad
  • Ullensaker
  • Gjerdrum
  • Nes
  • Lørenskog
  • Lillestrøm
  • Rælingen
  • Aurskog-Høland
  • Enebakk
  • Nordre Follo
  • Ås
  • Nesodden
  • Frogn
  • Moss

Die regionalen Maßnahmen gelten ab Freitag, 3. Dezember 2021, 24:00 Uhr. Die Maßnahmen dauern zunächst 14 Tage.

Quelle: www.regjeringen.no

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