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Die meisten Corona-Maßnahmen in Spitzbergen sind aufgehoben

Die Testpflicht vor dem Abflug und bei der Ankunft in Svalbard entfällt. Auch der vorübergehende Stopp internationaler Charterflüge von und nach Spitzbergen wird aufgehoben. Gleichzeitig wird ungeimpften Personen geraten, bei Reisen nach Spitzbergen vorsichtig zu sein.

Darüber hinaus wird das Recht des Gouverneurs, Regeln zur Einreisequarantäne auf Spitzbergen zu erlassen, aufgehoben. Alle Änderungen der Covid-19-Verordnung treten ab dem 1. März 2022 in Kraft 24.00.

– Ungeimpfte Personen haben ein größeres Risiko als geimpfte Personen, bei einer Ansteckung eine schwere Erkrankung zu entwickeln. Sie sollten daher sorgfältig überlegen, bevor sie nach Spitzbergen reisen. Das Gesundheitswesen auf Svalbard ist begrenzt und es gibt einen langen Transportweg zum Festland. Im Falle einer schweren Krankheit könne man auf Spitzbergen keine umfassende und fortschrittliche Gesundheitsversorgung erwarten, die man sonst auf dem Festland erhalten würde, sagt Gesundheitsministerin Ingvild Kjerkol.

Aufgrund von Überlegungen zur Infektionskontrolle und Notfallvorsorge wurden für Spitzbergen während der Pandemie besondere Maßnahmen zur Infektionskontrolle eingeführt.

– Ich freue mich, dass die Zeit gekommen ist, dass wir jetzt auch in Svalbard praktisch alle Infektionsschutzmaßnahmen aufheben können. Auch wenn die Pandemie noch nicht vorbei ist und die Gesundheitsvorsorge auf Svalbard immer noch gefährdet ist, ist das Risiko, dass eine Covid-19-Infektion zu einer kritischen Belastung der Gesundheitsvorsorge auf der Insel führt, jetzt erheblich geringer als zuvor während der Pandemie. Daher können wir diese Änderungen jetzt vornehmen, was sich positiv auf die Svalbard-Gemeinschaft und die lokale Geschäftswelt auswirken wird, sagt Ministerin für Justiz und Notfallmanagement Emilie Enger Mehl.

Das Norwegische Institut für öffentliche Gesundheit (NIPH) ist der Ansicht, dass es in der aktuellen Situation keine klare professionelle Schutzrechtfertigung mehr für die Aufrechterhaltung besonderer Infektionsschutzmaßnahmen für Spitzbergen gibt. Die norwegische Gesundheitsbehörde stimmt dem weitgehend zu, ist jedoch der Ansicht, dass Erwägungen zur Notfallvorsorge die Fortführung der Anforderungen für Tests vor der Abreise nach Spitzbergen diktieren. Nach einer Gesamtbewertung ist die Regierung zu dem Schluss gekommen, dass es nicht mehr richtig ist, die Anforderung eines Tests vor der Abreise nach Spitzbergen fortzusetzen.

Sowohl das FHI als auch die norwegische Gesundheitsbehörde sind sich einig, dass die derzeitige Testpflicht nach der Ankunft in Svalbard oder das Recht des Gouverneurs, Regeln zur Einreisequarantäne zu erlassen, nicht mehr fortgesetzt werden muss.

Das Ministerium für Verkehr und Kommunikation hat heute auch frühere Anweisungen vom 2. Juli 2020 an die Zivilluftfahrtbehörde widerrufen, keine Ausnahmegenehmigung für internationale Charterflüge zum / vom Svalbard Airport Longyear zu erteilen. Die Anweisung wurde mit besonderen Überlegungen zum Infektionsschutz und zur Notfallvorsorge untermauert und nur in besonderen Fällen Ausnahmen zugelassen. Bei der Aufhebung der Anweisung wurde betont, dass es eine begrenzte Anzahl von Personen gibt, die normalerweise direkt aus dem Ausland per Charterflug nach Spitzbergen kommen.

Die einzige Maßnahme, die bis auf weiteres fortgesetzt wird, ist die Befugnis des Gouverneurs, in bestimmten Situationen ein Landeverbot für Svalbard zu verhängen. Beispielsweise könnte ein großer Infektionsausbruch auf einem der größeren Schiffe die Gesundheitsvorsorge auf Spitzbergen in Frage stellen. In solchen Situationen kann es erforderlich sein, dass der Gouverneur ein Ausschiffungsverbot verhängt.

– Die Regierung wird umfassend prüfen, ob wir über die notwendigen Vorschriften verfügen, um in Infektionssituationen im Zusammenhang mit den großen Kreuzfahrtschiffen, die im Frühjahr und Sommer Spitzbergen anlaufen, wirksam reagieren zu können. Wir werden daher der norwegischen Gesundheitsbehörde und dem NIPH einen Auftrag erteilen, dies zu untersuchen, sagt Kjerkol.

Quelle: www.regjeringen.no

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