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Langfristige Corona-Strategie zur Normalisierung des Alltags

Die Pandemie befindet sich jetzt in einer anderen Phase, aber wir müssen immer noch mit dem Coronavirus leben. Die Regierung hat eine Strategie und einen Notfallplan für den weiteren Umgang mit der Pandemie erstellt und verfolgt die Situation aufmerksam. Gute Überwachung, gute Pläne und Impfungen sind die wichtigsten Voraussetzungen für ein Leben mit Covid-19 in der Zukunft.

Das Ziel des Managements ist es, für Leben und Gesundheit zu sorgen, während gleichzeitig die Gesellschaft offen gehalten wird und die Wirtschaft so normal wie möglich funktionieren kann. Es müssen eine gute Überwachung, Kapazität und Vorbereitung vorhanden sein, um verschiedene mögliche Zukunftsszenarien zu erkennen und zu handhaben.

– Wir haben uns den Alltag zurückgeholt. Jetzt werden wir normalisieren, wie wir uns auf Covid-19 beziehen und damit umgehen. Dies bedeutet, dass die Regierung grundsätzlich nicht mehr über Maßnahmen zur Infektionskontrolle entscheiden wird und dass nun das Nationale Institut für öffentliche Gesundheit (NIPH) und die Gemeinden die Hauptverantwortung für die Bereitstellung von Ratschlägen zur Infektionskontrolle zu Covid-19 tragen werden, sagt er Ministerin für Gesundheits- und Pflegedienste Ingvild Kjerkol.

Bereitschaft in der Gesellschaft
Der Notfallplan der Regierung für den weiteren Umgang mit der Covid-19-Pandemie wird es der Gesellschaft ermöglichen, schnell zu reagieren, wenn Überwachung und Risikobewertung darauf hindeuten, dass die Epidemie eine erhebliche Krankheitslast oder eine kritische Belastung für das Gesundheitswesen darstellen könnte. Der Notfallplan gilt bis Juni 2023.

Die Bewältigung der Situation muss zielgerichtet sein und sich an der Infektionslage, dem Risiko und den Folgen in der Gesellschaft orientieren. Umfassende Bewertungen, einschließlich sozioökonomischer Bewertungen, sollen der Ausgangspunkt für Entscheidungen sein.

– Das Management muss eine ganzheitliche öffentliche Gesundheits- und Gesellschaftsperspektive haben, keine einseitige Covid-19-Perspektive. Eine gute Überwachung, aktuelles Wissen und eine gute Vorbereitung sind wichtige Voraussetzungen dafür, sagt Kjerkol.

Alle Sektoren müssen ausreichend vorbereitet sein, um schnellstmöglich notwendige und verhältnismäßige Maßnahmen mobilisieren und umsetzen zu können. Die Sektoren müssen ihre eigene Planung und die Notwendigkeit der Vorbereitung anhand der Strategie der Regierung bewerten.

Ausgearbeitete Aktionspakete im Rahmen der Notfallvorsorge
Die Regierung hat Maßnahmenpakete mit nationalen Infektionsschutzmaßnahmen geschnürt, die als Gesamtrahmen für mögliche Ausbrüche und neue Virusvarianten genutzt werden können. Auch im Bereich der Einreise wurden entsprechende Maßnahmenpakete geschnürt.

– Um zu einer erhöhten Vorhersehbarkeit und besseren Flexibilität im Umgang mit der Pandemie beizutragen, hat die Regierung Maßnahmenpakete mit Infektionsschutzmaßnahmen als Teil des Notfallplans vorbereitet. Das Maßnahmenpaket bietet die Möglichkeit zur Planung, zum Dialog und zur Anpassung von Maßnahmen, sagt Kjerkol.

Maßnahmen müssen vor ihrer Einführung konkret und im Lichte der aktuellen Situation und aktualisierten Wissensbasis bewertet werden. Auf Grundlage des Maßnahmenpakets müssen alle Ministerien und ihre nachgeordneten Behörden ihre Notfallpläne aktualisieren und auf Ausbrüche und neue Virusvarianten vorbereitet sein.

TISK
Testen, Isolieren, Nachverfolgen und Quarantäne (TISK) standen im Mittelpunkt der Corona-Strategie und des Corona-Managements der Regierung. Die TISK-Maßnahmen sind Teil des Notfallplans und müssen im Bedarfsfall schnell wieder eingeführt werden können. Die Kommunen wurden gebeten, die Bereitschaft vorerst aufrechtzuerhalten, damit sie wöchentlich ein Prozent der Bevölkerung mit PCR testen können. Die Kommunen werden auch gebeten, Pläne für eine Erhöhung der Kapazität durch Umverteilung von Personal zu erstellen. Darüber hinaus müssen die Kommunen Pläne haben, innerhalb von zwei Wochen ein Infektionsnachverfolgungssystem einzurichten, unter anderem durch die Beibehaltung der erforderlichen Infrastruktur wie Telefon- und IKT-Systeme.

– Notwendige Mehraufwendungen durch die erhöhte Bereitschaft werden den Kommunen erstattet. Die Regierung wird mit einer erneuten Bewertung des Bereitschafts- und Entschädigungsniveaus im Zusammenhang mit dem überarbeiteten Staatshaushalt zurückkehren, sagt Kjerkol.

Wir haben einen hohen Impfgrad und viele haben eine Infektion durchgemacht. Dadurch ist die Bevölkerung weitgehend vor schweren Erkrankungen geschützt und es besteht daher weniger Bedarf an Maßnahmen zur Infektionsbegrenzung. Die ausdrückliche Empfehlung, nach einer koronaren Herzkrankheit 4 Tage zu Hause zu bleiben, wird aufgehoben. Von nun an wird die professionelle Beratung dem National Institute of Public Health überlassen.

Impfung
Der Impfstoff ist unser wichtigstes Instrument gegen die Pandemie, und das koronare Impfprogramm wird bis Juni 2023 fortgesetzt. Die Impfstrategie wird weiterhin dynamisch sein und auf aktuellen Erkenntnissen über die Krankheit und die Entwicklung der Pandemie basieren. Die Kommunen müssen ein laufendes Angebot haben, damit jeder, der seine Impfung beginnen oder abschließen möchte, dies tun kann.

Das FHI prüft laufend die Notwendigkeit einer vierten Dosis, und möglicherweise gibt es eine Empfehlung des FHI für eine Auffrischungsdosis für ältere Menschen und Risikogruppen vor der Wintersaison 2022/2023. Daher müssen die Kommunen Pläne haben, damit sie die Impfkapazitäten schnell erhöhen können, sagt Ministerin für Gesundheit und Pflegedienste Ingvild Kjerkol.

Durch eine Vereinbarung mit der EU hat die Regierung Impfstoffe bei Pfizer-BioNTech und Moderna bestellt, darunter auch Impfstoffe, die für die Omicron-Variante entwickelt wurden. Wann diese fertiggestellt sind und ob sie besser geeignet sein werden als die heute verwendeten, ist nicht geklärt.

Corona-Zertifikat
Das Corona-Zertifikat wird in Norwegen nicht verwendet, wird aber in einigen anderen Ländern noch verwendet. Wir müssen uns auf eine veränderte Infektionslage und darauf einstellen, dass sowohl national als auch bei der Einreise nach Norwegen strenge Infektionsschutzmaßnahmen wieder eingeführt werden müssen. Die Regierung arbeitet daher daran, die Übergangsregelungen im Infektionsschutzgesetz zu Corona-Bescheinigungen auszuweiten.

Vollmachtsübertragung
Am 28. März entzog das Ministerium für Gesundheit und Pflege der norwegischen Gesundheitsdirektion die Genehmigung, die Bemühungen des Gesundheitssektors während des Covid-19-Ausbruchs zu koordinieren. Die Vollmacht wurde am 31. Januar 2020 erteilt. Die Entwicklung der Covid-19-Pandemie deutet darauf hin, dass eine Vollmachtsübertragung nicht mehr erforderlich ist.

Delegation gemäß Nationalem Gesundheitsnotfallplan – Entzug der Vollmacht. (norwegisch)

Quelle: www.regjeringen.no

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